Nachdem ich noch ein paar Tage frei hatte, ich mitlerweile sehr gut ausgeruht war von der TET Slo-It Tour und ich sowieso motiviert war, beschloss ich nochmal fort zu fahren. Ich war zwar schon öfter in Kroatien aber dort noch nie auf einer Insel also machte ich mir Krk und Cres zum Ziel.

Mittwoch, 26.06.: Nachdems in den Süden geht erstmal in die Kalte Kuchl auf ein Frühstück, unterwegs noch bei KTM Schruf vorbeischauen und einen Liter Öl mitnehmen, …ich hab ja beschlossen mit leichtem Gepäck zu fahren, also ohne Koffer, auf dem hätte ich ja den 2l-Kanister und 1l wird sicher reichen (gebraucht hab ich nichtmal einen Tropfen wie sich später herausstellte).

Gut genährt machte ich mich weiter auf den Weg, es ging über den Ochsensattel, Lahnsattel bis Mürzzuschlag und dann auf die Autobahn um Kilometer zu machen.

Irgendwann noch bevor ich Krk erreichte suchte ich mir ein Zimmer auf booking.com, also eingestellt Zimmer mit Frühstück auf Krk, …das billigste kostete €35,- und sah ganz gut aus. Nachher ist man immer klüger, das war die schlechteste Absteige in der ich je übernachtet habe, eine richtige Betonburg noch aus Titos Zeiten, das Zimmer war heiß wie ein Backofen, das Essen (Abendbuffet a la Kantinenfraß) sagte mir auch nicht zu und das Publikum war auch dem Preis entsprechend, lauter ungarische und tschechische Billigpauschaltouristen die sich nicht in normaler Lautstärke unterhalten können. …wenigstens das Bier war kalt und gut im angeschlossenen Kaffee. Was solls, bin ich halt diesmal eingfahren (zum ersten und hoffentlich letzten mal!).

Donnerstag, 27.06.: Die schlechte Nacht abhaken, vergessen und weiterfahren. Die Insel hat mich dafür fahrerisch verwöhnt, und das beginnt schon wenn man über die Brücke kommt, herrliche Kurven, wunderschöne Landschaft, wenig Verkehr und Polizei hab ich auf dem ganzen Trip keine gesehen. Ich fuhr dann bis ans untere Ende nach Baska, allerdings nicht auf dem direkten, kürzesten Weg, sondern ich bin immer wieder abgebogen und hab so viel wie möglich von den schönen Straßen inhaliert, da ich alleine und ohne Ziel das ich erreichen musste unterwegs war hab ich das voll genossen, also Zigaretten, Kaffee, Pinkel, Fotopausen wann immer ich wollte, bzw. Lust dazu hatte ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Unten in Baska dann noch in einem Kaffee eingekehrt, 2 Capuccinos genossen und dann wieder die Insel rauf, ich musste nach Valbiska zur Fähre nach Krk. Ich hab jetzt die Preise nicht mehr im Kopf, aber die Kosten für die Fähre sind echt nicht teuer, während der Wartezeit noch ein kühles Getränk genossen, …es hatte über 40° an dem Tag, demensprechend werde ich an dem Tag nicht mehr so viele Kilometer zurücklegen.
Auf Cres angekommen wollte ich mich nicht mehr auf ein Abenteuer mit dem Zimmer einlassen und suchte diesmal auf „oldschool“, also umschauen wo es nett ausschaut und dann einfach fragen ob ein Zimmer frei ist, so landete ich in der „Villa Lavanda“, ein wirklich schönes nettes Haus mit sehr gutem Restaurant

Freitag, 28.06.: So, nachdem ich mich sehr gut ausgeschlafen und gut gefrühstückt habe machte ich mich wieder auf den Weg. Also wieder ein bißchen die Insel erkunden, auf Cres bin ich allerdings nicht bis ganz nach unten (Mali Losinj) gefahren, sondern nur etwa bis zur Hälfte, …schließlich will ich ja wieder kommen und den Rest erkunden, und dann wieder rauf nach Porozina um die Fähre aufs Festland zu nehmen.
Heute habe ich mir vorgenommen bis Slowenien in die Gegend um Tolmin zu fahren und dort irgendwo zu übernachten.
Ich habe einfach ins Garmin Navi als Ziel Soca eingegeben und als Routenpräferenz „Garmin Adventure Routing“, also mit viel Bergen und Kurven und möglichst keine Autobahn, diese Option habe ich zum ersten mal benutzt und ich muss sagen dass es sich gelohnt hat, das Navi lotste mich wirklich auf wunderschöne kurvige Bergstraßen auf die ich selbst nie gekommen wäre.
In Slowenien dachte ich mir dann dass ich in Most na Soci in der Pension mein Glück versuche in der wir schon eine Woche zuvor übernachteten als wir den Slowenien-TET gefahren sind, weil das Zimmer war angenehm und das Essen im Restaurant sehr gut und günstig.
Leider war die Pension ausgebucht und der Wirt hat mir verraten dass an diesem Wochenende 2 große Veranstaltungen in der Region stattfinden und er deshalb für dieses Wochenende schon seit 3 Monaten ausgebucht ist, …so wirds dann in der ganzen Umgebung sein.
Also nur schnell mit Kaffee und Wasser erfrischt und weitergefahren Richtung Soca. Vor dem Vrsic Pass habe ich dann einige Unterkünfte abgeklappert, leider wollte niemand ein Zimmer an eine Einzelperson vergeben, blieb mir also nichts anderes übrig als über den Pass zu fahren und mein Glück auf der anderen Seite zu versuchen, …was ich eigentlich erst für den nächsten Tag vorhatte.
Nach den berühmten 50 Kehren habe ich dann auch ein Zimmer gefunden auf der anderen Seite in der Nähe von Kranjska Gora. Wieder ein wunderschönes Zimmer mitten in den Bergen und ein sehr gutes Restaurant.

Samstag, 29.06.: Jetzt wars nicht mehr weit nach Österreich, eigentlich wollte ich aufs Gaberl fahren, dort nochmal übernachten und am Sonntag gemütlich nach Hause rollen, gottseidank habe ich vorher im Gaberlhaus angerufen um mich zu erkundigen, wie konnte es anders sein, …leider ausgebucht.
Also beschloss ich gleich bis nach Hause zu fahren, übern Pogusch und die Kalte Kuchl, also wieder ins Navi als Ziel Pogusch eingegeben mit der „leiwanden“ Option und es hat sich wieder ausgezahlt, zwar kannte ich schon ein paar Stückerl aber eben nicht alles und das Navi hat mich nicht enttäuscht und mich ohne Autobahn bis am Pogusch geführt.
Von dort weiter über bekannte Strecken, …also auch wieder den Ochsensattel, in die Kalte Kuchl.
Nachdem ja hier die Reise mit einem guten Frühstück begonnen hat habe ich beschlossen sie auch hier ausklingen zu lassen mit einer guten Mohntorte. 🙂


Abschließend bin ich sehr zufrieden, es war ein Riesenspaß und die 990er Adventure ist ein wirklich tolles Spaßgerät, nur die groben TKC80 die ich drauf habe sind eben nichts fürs reine Onroad fahren, auch wenn sie mich in keine einzige brenzlige Situation brachten, aber bei schnellerem Tempo (Autobahn) kommt man ins Schaukeln und das Vertrauen für schnellen Kurvenspeed ist halt nicht 100% da.

Krk und Cres, …ich komme bestimmt wieder! 🙂